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Freunde des Sechz'gerstadions

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Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Im Herbst 1996 gründete eine Gruppe von Sechzger-Fans den Verein "Freunde des Sechz'ger Stadions". Ziel des Zusammenschlusses war es, den Erhalt des Stadions an der Grünwalder Straße zu sichern. Denn nachdem der TSV 1860 im Sommer 1995 ins Olympiastadion umgezogen war, kursierten bereits die ersten Gedanken einiger Stadtpolitiker, das traditionsreiche Giesinger Stadion abzureißen. Zudem sahen viele Fans den Umzug der Löwen in die olympische Betonschüssel weiterhin sehr kritisch. Nicht zu unrecht, denn wie sich in den folgenden Jahren zeigen sollte, wurden im Olympiastadion nicht - wie von 1860-Präsident Wildmoser erhofft - 30.000 neue Fans gewonnen, sondern laufend sinkende Zuschauerzahlen registriert. Den traurigen Höhepunkt in Sachen Zuschauerrückgang markierte wohl die Saison 1999/2000 als trotz des größten Erfolgs des TSV 1860 seit über dreißig Jahren (Platz 4 und Champions League-Qualifikation) die Besucherzahlen im Vergleich zur Vorsaison erneut abnahmen.

Doch zurück in die Anfangszeit der Freunde des Sechz'ger Stadions. Nach dem zwischenzeitlichen Eintrag in das amtliche Vereinsregister (Zusatz "e.V.") wurde dem Verein im März 1998 vom Finanzamt die Gemeinnützigkeit zuerkannt. Die Satzungsziele der Freunde des Sechz'ger Stadions e.V. beinhalten nämlich neben dem Erhalt und dem Ausbau des Städtischen Stadions an der Grünwalder Straße auch die Unterstützung sozial schwacher Kinder und Jugendlicher sowie Senioren im Stadtteil Giesing - Bevölkerungsgruppen, an welche die moderne Gesellschaft mit ihren meist knappen öffentlichen Kassen oft zuletzt denkt. Durch die Erlöse aus zahlreichen Veranstaltungen (u.a. Fußball-Sammlermärkte im Sechz’ger Stadion) konnten die Freunde des Sechz’ger Stadions e.V. in den letzten Jahren beispielsweise für den Spielplatz am Candidplatz, das Altenheim an der Tauernstraße und die Kinderabteilung des Harlachinger Krankenhauses spenden.

In den Jahren 2002 und 2003 waren Vertreter des Vereins maßgeblich an der Organisation des "Tags des offenen Denkmals" im Stadion an der Grünwalder Straße beteiligt. Im Sommer 2004 veranstalteten die Freunde des Sechz'ger Stadions im Rahmen der Feierlichkeiten zum 150sten Jubiläum der Eingemeindung Giesings zu München eine viel beachtete Ausstellung zum Thema "Große Triumphe auf Giesings Höhen - Die Erfolge von TSV 1860 und FC Bayern in den 1960er Jahren", die durch ein umfangreiches Rahmenprogramm bereichert wurde.

Ziele

Ziel der Aktivitäten in Giesing ist es dabei immer, den Wert des Sechz’ger Stadions für den Stadtteil zu verdeutlichen. Schließlich ist das Stadion an der Grünwalder Straße das Wahrzeichen Giesings, das Bauwerk, welches das Viertel weit über München hinaus bekannt gemacht hat. Gerade dieses Argument teilen viele Giesinger Bürger, wodurch die Freunde des Sechz'ger Stadions auch als Vertreter der Stadtteilbewohner Bekanntheit erlangt haben. Durch zahlreiche Gespräche mit Bürgern, Fans, Vereinen und Politikern sowie ihr soziales Engagement sind die Stadionfreunde mittlerweile als kompetente Vertreter der Interessen Giesings und des Sechz´ger Stadions bekannt.

Als die Stadtspitze im Frühjahr 2002 erklärte, den Verkauf und Abriss des Sechz’ger Stadions als Beitrag zur Haushaltskonsolidierung aufzunehmen, regte sich bald heftiger Widerstand. Unter anderem wurde ein Bürgerbehren[1] zum Erhalt der Sportstätte ins Leben gerufen, das die Freunde des Sechz’ger Stadions gemeinsam mit der Wählergruppe Sechzgerstadion e.V. (sechzger.de) unterstützen. In die Unterschriftslisten können sich alle wahlberechtigten Münchner Bürger eintragen.

In der politischen Diskussion wurde nämlich längst deutlich, dass ein Abriss des Stadions keineswegs den erhofften Einspareffekt bringen würde. Schließlich ist das Stadion an der Grünwalder Straße neben dem Olympiastadion und der Fröttmaninger Arena die einzige Münchner Spielstätte, in der die Auflagen der Regional- und der A-Jugend-Bundesliga erfüllt werden können. Ein Abriss des Sechz’gers (Deutschlands meistgenutztem Stadion mit 60 bis 80 Veranstaltungen im Jahr!) würde den Neubau eines neuen Kleinstadions nötig machen, in dem fortan die Amateur- und Jugendmannschaften der beiden Münchner Profiklubs spielen könnten. Bau-, Unterhalts- und Betriebskosten würden also an anderer Stelle erneut auftreten!

Verschwinden soll dafür Giesings Wahrzeichen, das durch einen gesichtslosen Hotel- oder Einkaufskomplex ersetzt werden würde. Die Chance, einen Veranstaltungsort für 20 - 30.000 Besucher mitten in der Stadt zu erhalten, wäre damit verspielt. Im Hinblick auf eine in Zukunft immer wichtiger werdende Aufwertung der Innenstädte würde dies einen großen Verlust für München darstellen.

Verloren ginge aber auch die Heimat des TSV 1860. Seit 1911 spielen die Löwen an der Grünwalder Straße. 1922 ging der Platz in das Eigentum des Vereins über, 1925/26 entstand hier Münchens erstes Stadion. Auch nach dem Verkauf des Geländes an die Stadt (1937) und obwohl auch der FC Bayern (der bisher übrigens nie über ein eigenes Stadion verfügte!) hier spielte, sprechen die Menschen bis heute vom "Sechz’ger".

Mit dem 1972 eröffneten Olympiastadion konnten sich die Löwen nie richtig anfreunden, so dass man bereits Mitte der 1970er Jahre immer wieder nach Giesing zurückkehrte. Und was aus dem TSV 1860 in den düsteren Bayernliga-Jahren geworden wäre, wenn die bereits vor 30 Jahren propagierten Pläne, das Sechz’ger abzureißen, umgesetzt worden wären, mag man sich besser nicht ausmalen. Auch nach dem Abstieg aus der Bundesliga im Jahr 2004 wurde das altehrwürdige Stadion an der Grünwalder Straße erneut zur Zufluchtstätte für die Löwen. Der bittere Abstieg war für viele Fans durch die nicht mehr für möglich gehaltene Rückkehr nach Giesing leichter zu verkraften. Bei vielen Anhängern, die in den Jahren zuvor nur noch sporadisch die Löwen-Spiele besuchten, wurde neue Euphorie geweckt, was sich an 11.000 verkauften Dauerkarten zeigte.

Aktuell

Für die Freunde des Sechz'ger Stadions e.V. gilt es auch nach dem Umzug der 1860-Profis nach Fröttmaning, den Erhalt des Stadions an der Grünwalder Straße zu sichern. Das Ziel ist dabei, gemeinsam mit dem TSV 1860 und Verbündeten aus Bevölkerung und Politik (der Bezirksausschuss Untergiesing-Harlaching stimmte bereits mehrmals für den Erhalt des Sechz’gers) die Bedeutung des Stadions als Heimat der Löwen und Münchner Kulturstätte zu verdeutlichen, um so den Abriss zu verhindern.

Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Freunde des Sechz'ger Stadions e.V. über ein entsprechendes Gewicht verfügen. Daher betreibt der Verein verstärkt Mitgliederwerbung. Bereits für nur 6 Euro (!) Jahresbeitrag kann man Mitglied bei den Freunden des Sechz'ger Stadions werden und so sein Interesse am Erhalt der Fußball-Kultstätte verdeutlichen.

Wenn Euch also etwas am Stadion an der Grünwalder Straße liegt, dann werdet möglichst bald Mitglied! Jedes neue Mitglied stärkt den Kampf gegen die drohende Abrissbirne!

Weblinks